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Erste Information über Russland

... finden Sie im Kinderzimmer bei Ihnen daheim. Nicht lachen. Da steht in aller Regel der Diercke/Westermann Weltatlas (ISBN: 978-3-14-100600-1) als Schulatlas Ihrer Sprösslinge. Wenn es ein aktueller ist, schlagen Sie die Seite 94 oder 154-157 auf. Machen Sie sich einen Tee, lehnen Sie sich zurück und vertiefen Sie sich mal eine halbe Stunde. Z.B. in die Karte mit dem schönen Titel "Osteuropa - Wirtschaft". Oder in eine der Wirtschaftskarten von ganz Russland ab Seite 154. Wenn Sie nach dem Tee und der halben Stunde Kartenstudium noch überzeugt seien sollen, das Land bestehe
a. nur aus Moskau und
b. ausschließlich aus Öl- und Gas-quellen,
dann können wir Ihnen auch nicht helfen.

Russlands Wirtschaft

Das BfAI (Bundesamt für Aussenhandelsinformationen), heute GTAI genannt, hat einen netten knappen Zahlen- und Trendbericht als Überblick zum Thema Russland, der auch recht aktuell gehalten wird. Hier ist die aktuelle Fassung für Jahresmitte 2012 [120 KB] .

Ausschnitt:

Marktpotential für deutsche Unternehmen in Russland (Quelle: GTAI Russland Mitte 2012):
Chemie: Marktwachstum bei Lacken und Farben und Kunststoffen.
Kfz: Zweistelliges Wachstum 2012; Trend zur Lokalisierung hält an.
Pharma: Lokale Produktion soll Importe ersetzen.
Bau: Staat verspricht seinen Bürgern mehr und günstigeren Wohnraum.
Umwelttechnik: Viele Regionen starten Projekte im Bereich Mülldeponien, Sortieranlagen und Recycling.
Elektro: Steigende Nachfrage nach Haushaltgeräten, Kraftwerksanlagen, Unterhaltungselektronik.
Informations- und Kommunikationstechnik: Selbstbewusste Firmen, wachsender Inlandsmarkt, steigende Exporte.
Rohstoffe: Kontinuierliche Entwicklung im Bereich Kohle und Eisenerz, Megaprogramm in der Arktis.
Wasser: Bis 2020 fließen 14 Mrd. Euro in wassertechnische Einrichtungen.
Konsumgüter: Gehälter wachsen und damit die Mittelschicht; privater Verbrauch zieht weiter an.

Russland Politisch

Es ist zwar aus 2009 und vor der damaligen Wahl Medvedevs zum Präsidenten veröffentlicht, aber immer noch der Tip unsererseits für alle, die sich in die aktuelle politische (!) Lage in Russland in deutscher Sprache einlesen wollen. Gabriele Krone-Schmalz - als ehemalige ARD-Korrespondentin in Moskau ganz sicher unverdächtig, allzu "pro-russisch" zu sein - schafft es, überall da, wo ansonsten in der Presse in Westeuropa mit Vorurteilen gearbeitet wird, mit vernünftigen Ansätzen und differenzierten Ansichten aufzuwarten. Das das Buch kurz vor der Wahl Medvedjevs zum Präsidenten geschrieben wurde, tut der Aktualität keinen Abbruch. Wichtiges Extra: Es ist nicht nur gut, sondern auch gut lesbar.
ISBN: 978-3-7844-4138-2 Autorin: Gabriele Krone-Schmalz Titel: "Was passiert in Russland ?"

Gründung einer russischen OOO

Regelmäßig gibt es zur Eröffnung von Vertriebsbüros, Gründung von Tochtergesellschaften oder Niederlassungen Fragen zur optimalen Gesellschaftsform dazu in Russland. Da hat man da mal etwas im Internet gelesen und hier etwas geraten bekommen. Schnell sind Fehlentscheidungen getroffen.
Wir müssen es dann allzu oft gerade biegen.
Den Vogel haben einmal Berater der PWC abgeschossen, die in 2006 exakt folgendes an einen Kunden von uns schreiben: "Im Ergebnis bleibt festzuhalten, dass zur Vermeidung einer Steuerpflicht in Russland derzeit jede kommerzielle Betätigung in Russland vermieden werden muss." Optimale Steuerberater: Tun Sie lieber garnichts, dann sparen Sie Steuern ! Na prima.
Lesen Sie unseren Kommentar zur Wahl der Gesellschaftsform und freuen Sie sich auf Ihre Steuerzahlungen in Russland ... nur wer hier Geschäfte macht zahlt Steuern, nur wer gute Geschäfte macht, zahlt viel.

Wie geht das mit der Gründung einer Gesellschaft in Russland ? Hier steht es. Beispielhaft erläutert am Fall der Gründung einer russischen OOO als 100% Tochter einer deutschen GmbH.

Sie können zu dem Thema
1. Einen Kommentar zur Wahl der Gesellschaftsform [63 KB] in Russland
2. Eine allgemeine Einführung für die Gründung einer OOO durch eine GmbH [190 KB]
3. Eine Checkliste für die Gründung [153 KB] einer OOO durch eine GmbH
herunterladen. Viel Freude beim einlesen !

Russische Banken im Akkreditivgeschäft

Ein Wort zum russischen Bankensektor: Es gibt Anfang 2012 in Russland 978 Geschäftsbanken. Davon sind nur ca. 50 Banken tatsächlich in der Lage, internationale Transfers abzuwickeln. Es wird allgemein davon ausgegangen, dass durch bereits laufende Konsolidierung des Bankenmarktes die Anzahl der Geschäftsbanken in den nächsten Jahren auf unter 300 sinken wird. Klartext: Zwei Drittel aller heute existierenden Banken werden verschwinden.

Schon heute decken die 5 größten Banken rund 50% der Geschäftstätigkeit ab, die 20 größten über 70%.

Da Akkreditive in Russland teuer sind (400 € Grundgebühr sind durchaus gängig und die Finanzierungskosten liegen zwischen 10-20% p.a.), kommen diese ohnehin nur für größere Aufträge (ab rund 50.000 €) und kürzere Laufzeiten sinnvoll in Frage.

Deutsche Banken rühmen sich bis heute in der Werbung Ihrer „vielfältigen Möglichkeiten in der Exportfinanzierung nach Russland“. Diese Möglichkeiten sind äusserst begrenzt und beschränken sich in aller Regel auf zwei Angebote:

1. Hermes-gedeckte Finanzierung (idR Forfaitierung)

2. Akkreditiv-Finanzierung

Im Jahr 2011 sind immerhin gut 1000 Akkreditive über das SWIFT-System nach Deutschland gegangen. Eine Zunahme gegenüber 2009 um das 3-fache ! Es gab dazu nur rund 100 Exportdeckungen von Hermes (diese werden idR für politisch relevante Grossprojekte gewährt, wie Lieferung von Dutzenden Eisenbahnwagons oder einen Pipelinebau, für Projekte unter 5 Mio € kommt Hermes sehr selten vor).

Diesen insgesamt knapp 1000 „Exportfinanzierungen“ stehen einige 10000 Aufträge jährlich aus Russland gegenüber, die ohne Finanzierung abgewickelt werden. Dies ist bisher der Regelfall im Russlandgeschäft und nichts deutet nach unserem Eindruck auf rasche Änderung !

Zählen Sie also im Export lieber auf Ihr / unser Verhandlungsgeschick, als auf irgendeine „Bank an Ihrer Seite“, was die Finanzierung anbelangt.

Dennoch, ganz langsam werden Akkreditive wichtiger und irgendwann werden die auch in Russland einen dem internationalen Standard entsprechenden Anteil am Geschäftsvolumen erreichen.

Daher veröffentlichen wir seit 2006 eine Liste der für Akkreditive gängigen Banken in Russland.

Hier unsere aktuelle Liste: Russische Geschäftsbanken im Akkreditivgeschäft [158 KB] .

Wer macht eigentlich unser Russlandbild ?

Wenn man Spiegel, Focus, Stern und viele andere liest, sowie SAT1, PRO7, aber auch ARD-Berichte so sieht, könnte man meinen, Russland sei ständig besoffen, bestünde nur aus feiernden, (brutal-)dummen Milliardären oder armen Leuten, denen das Geld für Zahnersatz und warme Kleidung fehlt und aus vielen vielen bettelarmen Strassenkindern. Wer macht eigentlich unser Russlandbild daheim in Westeuropa ? Der "Sowjet-Superstar" (Spiegel) Michael Gorbatschow hat sich im März 2008 zum Thema "Russlandbild" in der deutschen Presse geäussert. Gewohnt höflich, aber klar und deutlich. Lesenswert. Hier der vollständige Text [33 KB] .

Really the best market in the World ...

So ist ein Bericht des Economist über Russland aus April 2008 betitelt. Lesenswert. Der angesehene "economist" vertritt darin die These "Russia is the best placed market in the world to survive the global credit crunch". Das ist eingetroffen, wenn wir auf das Wachstum unserer Kunden in den Krisenjahren in Russland schauen (Beispiel).
Der Bericht ist erstaunliche über 1000 Mal von unserer Homepage geladen worden, in den letzten 6 Monaten alleine knapp unter 200 mal. Deshalb und wegen des immer noch aktuellen Inhalts lassen wir ihn hier vorerst stehen. Lesen Sie selbst und ... kommen Sie nach Russland.

Jahresbericht des economist zur wirtschaftlichen Entwicklung in Russland, April 2008 [332 KB]

Aber natürlich gibt es aktuelleres "Futter" wenn Sie Materialien und Aussagen suchen, um Ihre Markterschliessung Russlands argumentativ zu untermauern:

Der ausführliche Bericht der Weltbank "Russian Economic Report [693 KB] " aus März 2012 steht unter dem Motto "Moderating Risks, bolstering Growth".
Sehr detailliert und fundamentiert ist der Bericht an das "World Economic Forum" aus 2011 - Russia Competitiveness Report [15.193 KB] , der nicht nur Zahlen und Fakten liefert, sondern sehr gut Zusammenhänge darstellt und Vorurteile mit wirtschaftlichen Fakten wiederlegt.

Zuletzt noch ein alter Beitrag aus 2007 von Daniel Thorniley aus der FinancialTimes, sozusagen ein Klassiker, der Artikel beginnt mit "Russia is one of the best kept business secrets in the world! [77 KB] "