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... nicht jeder hält durch


Unser Kunde produziert Freizeitkleidung

Ausgangslage:
Ein traditioneller, in Deutschland sehr starker und hoch angesehener Produzent von Freizeitkleidung möchte die Möglichkeiten auf dem russischen Markt erkunden und dort seine Ware testen. Dazu steht ein sehr kleines Budget zur Verfügung.

Was ist seitdem passiert:
Wir haben Zertifizierung, Import und die Auslieferung erster Testware abgewickelt und dazu systematisch das Konkurrenzumfeld untersucht. Die erste Ware ist hervorragend angekommen und sollte zu kleinen, aber dauerhaften Lieferbeziehungen mit den Testgeschäften führen. Weitere Händler sollten folgen. Ein Problem gab es von Anfang an mit der Auftragsabwicklung - wir sind selbst von der Tatsache überrascht worden, dass der Kunde überhaupt keine Exporterfahrung hatte (nicht nur keine Erfahrung nach Russland, sondern wirklich gar keine echte Exporterfahrung) und keine entsprechenden grundlegenden Kenntnisse hatte.
In unserem Bericht haben wir dem Kunden klar gemacht, dass eine Markterschließung im Bereich Freizeitkleidung (Consumer) ohne ein nennenswertes Budget (Werbung, Promotion) eine extrem langwierige Sache ist. Kurzfristige Erfolge sind ohne finanzielles Engagement im Bereich solcher Produkte nicht zu erwarten.
Da nennenswerte Budgets zum Aufbau einer Marke in Russland nicht zur Verfügung standen, verfolgte der Hersteller zunächst gezwungener Weise mit uns gemeinsam weiter eine „Schritt-für-Schritt“-Strategie der langsamen Entwicklung mit sehr kleinen Budgets. Langfristig angelegt. Nach nur weiteren 6 Monaten verlor er aber dann doch die Geduld und zeigte sich von Russland und uns "enttäuscht".
Diesem Kunden hatten wir die Teilnahme an einer Messe in Russland empfohlen. Er hat entschieden, statt dessen die russischen Interessenten auf eine Messe nach Deutschland einzuladen. Dies war auch absolut nicht erfolgreich.

Im Moment:
Die Produkte wären potentiell bestens für Russland geeignet, aber der Kunde hat unüberwindbare Vorbehalte gegen ein nachhaltiges Engagement und nicht die Geduld für eine extrem langsame Entwicklung. Er sucht im Anschluss an unsere Zusammenarbeit noch eine Weile selbst nach einem russischen Partner, der Ihm seine Produkte auf eigene Kosten in den Russischen Markt einführt. Ein solcher Sponsor war bis heute nicht zu finden.

Dies ist ein Beispiel für:
... den nicht seltenen Fall, dass exportunerfahrene deutsche Firmen meinen, der Vertrieb in Russland könne fast von selbst und fast wie daheim laufen. Tut er praktisch nie, sondern es erfordert immer (viel) Mühe und Einsatz und die Bereitschaft, zu lernen und andere Verhältnisse anzunehmen und damit zu arbeiten. Ohne das geht es nicht.